DemografieScheidungskinder haben später weniger Kinder

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Sie werden zwar im Schnitt früher Eltern, bekommen aber insgesamt weniger Kinder als jene, die mit verheirateten Eltern aufgewachsen sind.
Sie werden zwar im Schnitt früher Eltern, bekommen aber insgesamt weniger Kinder als jene, die mit verheirateten Eltern aufgewachsen sind. IMAGO/Elena Medoks/IMAGO/Westend61

Wer in der Kindheit oder Jugend die Scheidung der Eltern erlebt, bleibt zudem öfter kinderlos, zeigt eine Studie aus den Niederlanden. Woran das liegt.

Von Mia Mertens

Die einen sind erschüttert und traurig. Die anderen sind vielleicht sogar ein bisschen erleichtert, dass der Streit zu Hause endlich aufhört. Doch egal, wie Kinder die Scheidung ihrer Eltern erleben: Für die allermeisten von ihnen ist es eine Veränderung, die ihr Leben nachhaltig prägt. Und es ist ein Einschnitt, den gar nicht so wenige Kinder durchmachen: Allein im Jahr 2024 waren in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 111 000 minderjährige Kinder von der Scheidung der Eltern betroffen. Die Folgen können vielfältig sein: Scheidungskinder haben statistisch ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme, geringeren Bildungserfolg und instabilere Beziehungen. Entscheidend sind dabei oft weniger die Trennung selbst als Konflikte und wirtschaftliche Folgen. Eine Untersuchung aus den Niederlanden zeigt nun, dass Scheidungskinder sich auch in anderer Hinsicht von Menschen unterscheiden, die mit verheirateten Eltern aufgewachsen sind: Sie haben weniger Kinder.

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