Sassnitz/Hamburg (dpa) - Nachdem Greenpeace das Steineversenken in der Ostsee abgebrochen hat, prüfen Behörden das weitere Vorgehen gegen die Umweltorganisation. Die Bundesämter für Naturschutz (BfN) und für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hatten Greenpeace die nach ihrer Ansicht illegale Aktion im Meeresschutzgebiet Adlergrund verboten.
Das BSH hatte ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro angedroht. Wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte, wird geprüft, ob und in welcher Höhe ein Bußgeld fällig wird. Ob Greenpeace die Steine wieder aus der Ostsee holen müsse, solle ebenfalls untersucht werden. Es müsse sichergestellt werden, dass dadurch nicht noch mehr Schaden entstehe.
Das Bundesamt für Naturschutz als die für das Schutzgebiet zuständige Naturschutzbehörde, erklärte, das Versenken der Steine sei kontraproduktiv und verändere Meeresbodenbiotope in unzulässiger Weise. Das BfN räumte ein, dass die Fischerei in dem Gebiet ein massives Problem sei.
Regelungen könnten jedoch nur im EU-Kontext und in Abstimmung mit den Anrainerstaaten getroffen werden. Maßnahmen zur Verbesserung der Riffstruktur sind demnach vorgesehen. Dafür sei aber eine ausführlichen Planung von Steinschüttungen in Riffbereichen und nicht einer ungeplanten Ablage von einzelnen Steinen auf einer Sandbank nötig, hieß es.
