Nur etwa 70 Kilometer Luftlinie vom Searles Lake entfernt gleißt die weiße Salzkruste von "Badwater" in der Sonne. Badwater, schlechtes Wasser, nannten die ersten Siedler den Salzsee im legendären "Tal des Todes" (Death Valley), eben weil sein Wasser salzig schmeckte. Badwater liegt etwa 85 Meter unter dem Meeresspiegel, nahe am tiefsten Punkt des Tales, der gleichzeitig der tiefste Punkt Nordamerikas ist. Im Sommer sind dort Tagestemperaturen von 45 Grad Celsius keine Seltenheit. In dem Gebiet fallen im Schnitt jährlich nur etwa 48 Millimeter Regen. Die seltenen Niederschläge können, wenn sie heftig genug sind, das Becken des Salzsees fluten. Ein sehr flacher See entsteht, der jedoch innerhalb weniger Tage oder Wochen verdunstet. Die im Wasser enthaltene Mineralsalze setzen sich ab und bilden eine weiße Kruste, die aufgrund der Trockenheit in Polygone zerreißt. Entlang der Risse entweicht die Restfeuchtigkeit aus dem Untergrund. Sie zieht dabei Salzpartikel mit, die dann aus dem verdunstenden Wasser auskristallisieren und sich übereinander türmen. Feine Wülste entstehen dadurch entlang der Polygonränder.

Bild: Bernhard Edmaier 20. Juni 2019, 19:412019-06-20 19:41:03 © Sz.de/beu