SaarbrückenWeitere Waldschäden durch Hitze und Trockenheit im Saarland

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Reinhold Jost (SPD), Umweltminister im Saarland.
Reinhold Jost (SPD), Umweltminister im Saarland. Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Der Zustand des Waldes im Saarland hat sich weiter verschlechtert: Über alle Baumarten hinweg wiesen nun 41 Prozent der Bäume deutliche Schäden auf, teilte der...

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Der Zustand des Waldes im Saarland hat sich weiter verschlechtert: Über alle Baumarten hinweg wiesen nun 41 Prozent der Bäume deutliche Schäden auf, teilte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) am Freitag mit. Dies seien zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Grund für die Verschlechterung seien die Hitze und Trockenheit der vergangenen Jahre. „Unser Wald befindet sich im Klimastress“, sagte Jost bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2020 in Saarbrücken.

Wegen Borkenkäferbefalls sei die Entwicklung bei der Fichte „nach wie vor dramatisch“: Der Anteil der gesunden Bäume betrage hier nur noch acht Prozent - nach 13 Prozent im Jahr zuvor. Gleichzeitig seien nun 55 Prozent der Fichten deutlich geschädigt (2019: 44 Prozent). Der Zustand der Fichte sei zwischen 1984 bis 2020 „nie so schlecht“ gewesen wie in diesem Jahr, teilte das Ministerium mit.

Auch der Zustand der Buche sei „besorgniserregend“. Bei ihr habe sich der Anteil der „deutlichen Schäden“ innerhalb eines Jahres von 26 Prozent auf 58 Prozent erhöht. Die Buche ist mit einem Flächenanteil von 23 Prozent die wichtigste Baumart im Saarland. Bei Eiche und Kiefer seien dagegen Verbesserungen beim Kronenzustand festzustellen.

Um den Wald zu stabilisieren, werde man im Staatswald nun „nur halb so viele der dickeren Bäume“ ernten. „So soll das Waldinnenklima stabilisiert werden“, sagte Jost. Erlöseinbußen und Mehraufwand für die Schadensbeseitigung sowie Wiederbewaldung im Staatswald sollten in den nächsten beiden Jahren mit zusätzlich je 5,5 Millionen Euro vom Land kompensiert werden. „Wir müssen dem Wald Luft zum Atmen geben“, sagte der Minister.

Im Staatswald habe sich die durch Borkenkäferbefall entstandene Freifläche auf mittlerweile 460 Hektar erhöht. Bis Ende März 2021 sollten rund 160 Hektar Schadfläche mit neuen Pflanzungen wiederbewaldet sein, sagte Jost.

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