RostockGroßer Einschlag bei Fichten in der Rostocker Heide

Blick auf eine Holzerntemaschine beim Fällen abestorbener Fichten.
Blick auf eine Holzerntemaschine beim Fällen abestorbener Fichten. Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen des notwendigen Einschlags insbesondere in die Bestände der Sitkafichte geht es in der Rostocker Heide derzeit recht laut zu. Die Bäume hätten nach den...

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Rostock (dpa/mv) - Wegen des notwendigen Einschlags insbesondere in die Bestände der Sitkafichte geht es in der Rostocker Heide derzeit recht laut zu. Die Bäume hätten nach den milden Wintern und trockenen Sommern der vergangenen zwei Jahre besonders mit der Sitkafichtenröhrenlaus (Liosomaphis abietinum) zu kämpfen, sagte der Leiter des Rostocker Stadtforstamtes, Jörg Harmuth. „Und die Trockenheit der letzten Wochen hat ihnen noch mal den Rest gegeben.“

„Das Insekt frisst fast alle Nadeln weg, deswegen sehen die Fichten auch ziemlich gerupft aus.“ Von dem Problem sei nicht nur die Rostocker Heide betroffen, auch in den Nationalparks oder im Landesforst sei es deutlich zu beobachten.

Harmuth ging davon aus, dass in dieser Phase mehr als 1000 Fichten herausgenommen werden müssten. Dies entspreche rund 800 Festmeter Holz. „Aber die gesamten Holzmengen, die in der Rostocker Heide von der Röhrenlaus betroffen sind, gehen in die Zehntausende Festmeter“, sagte Harmuth. Er werde dennoch einen Teil der Bäume stehenlassen - „egal wie gruselig der aussieht.“ Denn es bestehe die Hoffnung, dass manche Fichten sich dank starker Regenfälle der vergangenen Tage erholen könnten. Es müsse aber beachtet werden, dass die geschwächten Bäume eine gute Angriffsfläche für den Borkenkäfer bieten.

Die vielen Sitkafichten in der Heide seien ein Erbe aus DDR-Zeiten, erklärte er. Damals wurde die schnell wachsende Baumart nach großen Windwürfen aus wirtschaftlichen Gründen angepflanzt. „Die damaligen Förster hatten wegen des großen Holzbedarfs keine andere Chance gehabt.“ Dabei sei die Sitkafichte auch eine gute Wahl gewesen, weil sie mit der Konkurrenz zum Adlerfarn gut klarkommt.

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