Reparatur im All:Hubble ist gereralüberholt

Die Astronauten fühlten sich mitunter als hätten sie "mit einem Bären gerungen". Doch der riskante Einsatz lohnte sich: Hubble ist wieder fit.

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Atlantis startet zum Hubble-Teleskop

Quelle: SZ

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Das Bild symbolisiert die Risiken des Astronauten-Einsatzes: Auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral standen gleich zwei Raumfähren bereit. Die Atlantis (links) und neben ihr die Endeavour. Letztere sollte hinterherfliegen, falls die Atlantis bei ihrem Reparatur-Einsatz am Weltraumteleskop Hubble in Not geraten wäre.

(Foto: AP)

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Doch die Mission verlief gut: Die Astronauten der Raumfähre Atlantis machten das Teleskop für mindestens fünf weitere Jahre fit.

(Foto: AP)

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Unter sich nur die Wolkenwirbel über der Erde; ...

(Foto: AP)

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... angetan mit steifen Astronauten-Anzügen mussten die Weltraum-Monteure ...

(Foto: AFP)

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... unter anderem 111 Schrauben lösen, um Hubbles Spektrografen zu reparieren, der fünf Jahre lang abgeschaltet war. Das Gerät zerlegt Licht in seine Spektrakfarben und erlaubt damit beispielsweise die Beobachtung von Schwarzen Löchern.

Die Astronauten trugen Spezialhandschuhe - hier von einer Helmkamera aufgenommen - um die Präzisionsarbeiten auszuführen. An einer Stelle half allerdings nur rohe Gewalt: Ein Handgriff an der Abdeckung saß so fest, dass er abgebrochen werden musste.

(Foto: AFP)

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Der Austausch der Gyroskope, jener Kreisel mit denen sich Hubble ausrichtet, stellte den Weltraum-Monteur Michael Massimino vor Schwierigkeiten. Weil eine der drei Einheiten in keine Halterung passen wollte, musste er Ersatzwerkzeug holen. Sein Außeneinsatz verlängerte sich damit um anderthalb Stunden.

Mit fast leerem Sauerstofftank kehrte der Astronaut an Bord zurück und bekannte, er fühle sich, als habe er mit einem Bären gerungen.

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Hubble, ap

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Auch die Montage einer neuen Kamera war kein einfacher Auftrag: ...

(Foto: AP)

Hubble, Reuters

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... Denn die alte Weltraumkamera wird bereits seit 1993 genutzt - und ließ sich nach all den Jahren nur schwer entfernen.

Die nun installierte neue Kamera im Wert von 132 Millionen Dollar soll noch tiefere Einblicke in den Kosmos ermöglichen als die alte, die während ihrer Verwendungszeit mehr als 135.000 Aufnahmen zur Erde gesandt hatte.

(Foto: Reuters)

Atlantis, Hubble, ap

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Den Flug zum Weltraumteleskop hatte die Atlantis gut überstanden - und nur leichte Schäden am Hitzeschild davongetragen. Auf diesem Bild, das mit einem Teleskop von der Erde aus aufgenommen wurde, ist das Shuttle vor der Silhouette der Sonne zu sehen.

(Foto: AP)

Atlantis, Hubble, dpa

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Bei ihrem Zusammentreffen kreisten die Atlantis und Hubble zunächst nebeneinander um die Erde - dabei erfasste eine US-Astronautin mit einem 15 Meter langen Greifarm das elf Tonnen schwere Teleskop.

(Foto: dpa)

Atlantis, Hubble, afp

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Eine Stunde später wurde es in die Landebucht des Shuttles gehievt - wo die Astronauten die Reparaturarbeiten an dem Teleskop durchführen.

Was die Nasa bei dieser Mission unter anderem fürchtetete, war ...

(Foto: AFP)

Atlantis startet zum Hubble-Teleskop

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... eine mögliche Kollision mit Weltraumschrott. Denn während die Shuttles, die zur Internationalen Raumstation (ISS) unterwegs sind, durch diese vor herumfliegenden Brocken abgeschirmt werden, hatte die Atlantis auf ihrer Route keinen Schutzschild. Zudem hätten sich die Astronauten im Notfall nicht auf die ISS zurückziehen können, zu weit ist die Raumstation von Hubble entfernt.

(Foto: dpa)

Atlantis startet zum Hubble-Teleskop

Quelle: SZ

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Angesichts der Risiken hatte die Nasa sogar erwogen, den Wartungseinsatz am Hubble-Teleskop abzusagen - und damit heftige Proteste der Astronomen provoziert. Denn Hubble hat schon jetzt eine der größten Erfolgsgeschichten der Astronomie geschrieben.

(Foto: AP)

Atlantis startet zum Hubble-Teleskop

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Seit fast 20 Jahren liefert das Teleskop faszinierende Bilder, wie die "Säulen der Schöpfung", eine seiner bekanntesten Aufnahmen, die die Entstehung von Sternen inmitten von Gassäulen sichtbar macht.

(Foto: Reuters)

Atlantis startet zum Hubble-Teleskop

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Auch der tiefste Blick in das Universum gehört zu den Verdiensten Hubbles. Einige dieser weit entfernten Galaxien sind wahrscheinlich 13 Milliarden Jahre alt, das heißt, sie sind etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden.

(Foto: Reuters)

Hubble, AP

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Hubble kann nach seiner Generalüberholung noch bis mindestens 2014 im All bleiben. Danach soll es durch das leistungsstärkere James Webb Teleskop ersetzt werden.

(Foto: Reuters)

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