RaumfahrtNasa muss bemannte Mondmission erneut verschieben

Mit der Mission „Artemis 2“ sollen vier Astronauten bald in Richtung Mond fliegen (Archivbild).
Mit der Mission „Artemis 2“ sollen vier Astronauten bald in Richtung Mond fliegen (Archivbild). Sam Lott/NASA via AP/dpa

Mit der „Artemis 2“-Mission sollen vier Astronauten demnächst den Mond umrunden. Der Start war für März geplant, doch nun kommt es erneut zu einem Aufschub. Der Grund sind technische Probleme.

Der erste bemannte Mondflug seit 1972 lässt weiter auf sich warten: Aufgrund technischer Probleme muss die US-Raumfahrtbehörde Nasa den Artemis-2-Start erneut verschieben. Es liege ein Problem mit der Helium-Zufuhr in einer der Raketenstufen vor, schrieb Nasa-Chef Jared Isaacman auf der Plattform X. Für mögliche Reparaturen müssten die Trägerrakete und die Orion-Raumkapsel von der Startplattform auf dem Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida zurück in den Hangar gebracht werden. Damit sei das im März geplante Startfenster nicht mehr einzuhalten, schrieb Isaacman.

Ursprünglich hatte die Nasa den Artemis-2-Start für Anfang Februar anvisiert, doch wegen Wasserstoff-Lecks bei Tests musste dieser Termin verschoben werden. Nach einem weiteren Probelauf, bei dem bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet wurden, hatte Isaacman erst am Freitag von einem „großen Fortschritt“ gesprochen. Der frühestmögliche Starttermin für die Mission wurde mit dem 6. März angegeben.

Im Laufe des Jahres gibt es weitere Termine mit den nötigen Bedingungen für einen Start, etwa Anfang April. Mit der Artemis-2-Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.

© SZ/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Geplante Mondmission Artemis 2
:Hält der Hitzeschild?

Als das „Orion“-Raumschiff 2022 unbemannt zum Mond flog, platzte die Hitzeschutzschicht bei der Rückkehr ab. Nun warnen Ex-Nasa-Mitarbeiter: Das Risiko für die Astronauten des bevorstehenden Mondflugs sei zu hoch.

SZ PlusVon Theresa Palm

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: