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Raumfahrt:Im Landeanflug

Asteroid Ryugu photographed by the ONC-T on June 24, 2018 at around 00:01 JST.

Der Asteroid Ryugu, aufgenommen am 24. Juni.

(Foto: JAXA)

Die Japanische Sonde "Hayabusa2" hat ihren Ziel-Asteroiden fast erreicht.

Die japanische Raumsonde Hayabusa2 hat ihr Ziel, einen Asteroiden namens Ryugu, fast erreicht. Nach ihrer 2014 begonnenen Reise ist die Sonde aktuell weniger als 40 Kilometer von dem knapp 900 Meter dicken kosmischen Brocken entfernt. In den vergangenen Tagen schickte der Weltraumspäher zunehmend hochaufgelöste Bilder von dem überraschend geformten Asteroiden. In dieser Woche soll die Sonde in eine Umlaufbahn einschwenken und schließlich sogar Landegeräte absetzen. Diese sollen Proben des 280 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Himmelskörpers zur Erde zurückbringen.

Die Sonde sei wie geplant unterwegs, erklärte Missionsleiter Makoto Yoshikawa von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA gegenüber Medien. Da Ryugu rund 4,5 Milliarden Jahre alt ist, erhoffen sich Forscher aus der Zusammensetzung seines Materials neue Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems und den Beginn des Lebens.

In den kommenden Stunden und Tagen werden die japanischen Missionsleiter anhand genauerer Fotos eine mögliche Landezone auf dem edelsteinförmigen Asteroiden definieren. Eine Bergkette im Äquatorbereich, wo eine kraterähnliche Vertiefung und ein großer Felsen zu erkennen sind, kommt nach Angaben der Experten für das Aufsetzen der insgesamt drei Lander infrage. Eines dieser Geräte wurde federführend vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gebaut. Die Mission erinnert an jene der europäischen Raumsonde Rosetta, bei der auf ähnliche Weise ein Komet angeflogen wurde. Anders als die felsigen Asteroiden bestehen Kometen vorwiegend aus Staub und Eis. Zudem sind die meisten Asteroiden fester Bestandteil unseres Planetensystems und umkreisen die Sonne über Milliarden Jahre hinweg.