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Psychologie:Keine Angst!

Nahaufnahme des Gesichtes einer geschockten ängstlichen Frau PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Jacqui

Angst, eine lästige Emotion mit großem Nutzen.

(Foto: imago/Ikon Images)

Panik vor der Prüfung, Sorge vor dem Übermorgen und Lampenfieber vor dem Auftritt: Wie Ängste unser Handeln bestimmen - und warum es frei macht, zu vertrauen.

Da wäre zunächst die Geschichte über den Mais und den Mullah. Ein Mullah steht vor seinem Haus in London und verstreut Maiskörner. Ein Engländer kommt vorbei und fragt ihn, warum er das tut. "Das hält die Tiger fern", erwidert der Mullah. Aber hier gebe es doch gar keine Tiger, erwidert der Engländer. Darauf der Mullah: "Sehen Sie, es funktioniert." Der Mais als Schutz gegen die Tiger. Gegen Tiger in England. Wie lächerlich! Wir glucksen laut über die alte Parabel aus einer orientalischen Geschichtensammlung und fragen uns dann, wie viel Mais wir wohl im Lauf unseres Lebens bereits verstreut haben. Wie sehr unser Handeln bestimmt wird von Ängsten, die uns gar nicht plagen müssten.

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