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Psychologie:Der Feind in mir

Jungen schneiden sich seltener als Mädchen - dafür haben sie andere Methoden der Selbstverletzung.

(Foto: oh)

Schnitte in die Haut, Schläge ins Gesicht, Bisse in die Hand: Nicht nur Mädchen, auch viele Jungen fügen sich gezielt Wunden zu. Psychiater und Sozialpädagogen wollen jetzt mit speziellen Therapieangeboten helfen.

Von Jana Hauschild

Als Markus das erste Mal mit der Faust gegen die Wand schlägt, ist er 13 Jahre alt. Schmerzen, die er sich selbst zufügt, sind fortan sein Ventil. Für die wachsende Anspannung, für das erdrückende Gefühl, wertlos und überflüssig zu sein, für Angst und innere Taubheit. Der Junge hat seinen richtigen Vater nie kennengelernt, wurde vom Stiefvater verprügelt. In der neuen Ehe der Mutter bekommt Markus ein Geschwisterkind, das er liebt. Und doch fühlt er sich nicht als Teil der neuen Familie. Eine Zuflucht findet er in all den Jahren bei seiner Großmutter. Als diese an Krebs erkrankt und nach wenigen Monaten Krankheit stirbt, beginnt er, sich selbst zu verletzen. Mit spitzen Gegenständen kratzt er sich öfter die Haut auf, später schneidet er sich mit Rasierklingen. Mehrmals in der Woche.

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