PsychologieWie viel Gegensatz verträgt die Liebe?

Lesezeit: 6 Min.

Olivia von Pilgrim

Hauptsache, kein Grünen-Wähler: Politische Ansichten sind zu einem zentralen Kriterium bei der Partnerwahl geworden. Warum ist das so?

Von Sebastian Herrmann

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Wer sich auf eine Bauchschmetterlingszucht mit einem anderen Menschen einlässt, verliebt sich in ein Gesamtpaket. Was genau das Gefühl der Zuneigung und des Begehrens auslöst, entzieht sich dem Zugriff des Verstandes. War es das Lachen, der Blick oder ein gemeinsames Erlebnis jenseits der Vernunft, das auf magische Art die Liebe hat keimen lassen? War es das Aussehen, der Humor, die Stimme oder haben die geteilten Interessen die Pforten zum Festsaal der Gefühle aufgestoßen? Fragen wie diese brauchen keine Antworten: Wenn die Liebe da ist, sind Erklärungen ihres Ursprungs und Aufbruchsorts überflüssig. Dass in dem Gesamtpaket „geliebter Mensch“ selbstverständlich auch Fehler, Macken, Verschrobenheiten und seltsame Ansichten enthalten sind, ist einerseits klar und offenbart sich andererseits erst, wenn die Liebe schon ihren Weichzeichner über alles gelegt hat.

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