PolarforschungAuf ins Eis

Die "Polarstern" startet von Norwegen aus zur extremen Arktisexpedition "Mosaic". Das Forschungsschiff soll sich im Eis einfrieren lassen und so über den Nordpol driften.

Von Marlene Weiß

1 / 9
Stefan Hendricks, Alfred-Wegener-Institut

Der Eisbrecher Polarstern ist das Flaggschiff der deutschen Polarforschung. Seit 1982 ist er auf Expeditionen in Antarktis und Arktis unterwegs, bis heute ist die Polarstern eines der leistungsfähigsten Forschungsschiffe weltweit. Aber die Expedition, die an diesem Freitag beginnt, ist auch für dieses erfahrene Schiff ein Novum.

2 / 9
Esther Horvath/ Alfred-Wegener-Institut

Vom norwegischen Tromso aus startet die Polarstern zunächst Richtung Sibirien. Vor der Küste, so der Plan, wird das Schiff dann an eine große Eisscholle andocken. Die Anforderungen: Mindestens 1,5 Meter dick und mehrere Kilometer breit und lang, so dass man darauf das zentrale Forschungscamp und eine Landebahn für Versorgungsflüge einrichten kann. (Im Bild zwei Forscher auf einer Arktis-Expedition im Jahr 2017)

3 / 9
Scherl / Süddeutsche Zeitung Photo

Die Idee für dieses gewagte Driften durch den sonst unzugänglichen arktischen Winter stammt vom norwegischen Polarforscher Fridtjof Nansen, der mit seinem Segelschiff Fram eine solche Expedition 1893 wagte.

4 / 9
Mario Hoppmann

Während des Jahres in der Arktis wollen die Forscher zahlreiche Messungen machen, um bessere Daten zum Klimawandel in der Arktis zu sammeln und zu verstehen, wie die Arktis das globale Klima beeinflusst. Nirgendwo sonst erwärmt die Erde sich schneller, arktische Lebensräume schwinden in rasantem Tempo.

5 / 9
Hauke Flores

Die Polarforscher werden auch die marinen Lebensgemeinschaften untersuchen, und wie sie auf das schwindende Eis reagieren. Im Bild die Eisamphipode Gammarus Wilkitzkii.

6 / 9
N/A

Für ein Jahr wird das Schiff und das zentrale Forschungscamp auf der Eisscholle Wohn- und Arbeitsort für jeweis rund 100 Forscher sein. Sechs Teams wechseln sich ab.

7 / 9
Claudia Pichler

Stefan Schwarze ist Kapitän der Polarstern. Er wird über das ganze Jahr im Eis mit dabei sein.

8 / 9
Stefan Hendricks, Alfred-Wegener-Institut

Schon bei früheren Expeditionen haben die Polarforscher des Alfred-Wegener-Instituts von großen Eisschollen aus gearbeitet, allerdings noch nie so lange, wie es jetzt geplant ist.

9 / 9
Stefanie Arndt

Die Polarstern ist 118 Meter lang und 25 Meter breit - und doch ein winziges Spielzeugboot im Vergleich zu den Eismassen, zu denen sie nun aufbricht.

© sz.de/weis - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: