Physikerin Sabine Hossenfelder:"Die Qualitätsstandards in meinem Fach sind miserabel"

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Physikerin Sabine Hossenfelder: Als in Teilchendetektoren des CERN das Higgs-Boson entdeckt wurde, bestätigte es eine Theorie aus den 1960er-Jahren. Neuere Theorien haben es schwer.

Als in Teilchendetektoren des CERN das Higgs-Boson entdeckt wurde, bestätigte es eine Theorie aus den 1960er-Jahren. Neuere Theorien haben es schwer.

(Foto: AFP)

Mutig und frech fordert die Physikerin Sabine Hossenfelder ihre Fachwelt zum Umdenken auf: Die mathematische Beschreibung des Universums befinde sich seit Jahrzehnten auf einem Irrweg, sagt sie.

Von Patrick Illinger

Elegant und schön sollte die Beschreibung der Natur sein. Danach sehnen sich nicht nur Künstler, sondern auch Naturwissenschaftler. Schon Johannes Kepler meinte, es sei "absolut notwendig, dass das Werk eines vollkommenen Schöpfers von größter Schönheit ist". Ähnliche Überzeugungen trieben auch die großen Physiker des 20. Jahrhunderts um. Paul Dirac, der die Quantenmechanik mit der Relativitätstheorie verknüpfte, sah es als Verpflichtung an, "vor allem nach mathematischer Schönheit" zu streben. Tatsächlich lieferte die Suche nach mathematischer Eleganz, insbesondere Symmetrien, in der Grundlagenphysik große Erfolge.

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