Klimawandel:1,5 Grad Erwärmung sind praktisch besiegelt

Klimawandel: Heiß und trocken, wie hier in Bolivien, war es 2023 an vielen Orten der Welt.

Heiß und trocken, wie hier in Bolivien, war es 2023 an vielen Orten der Welt.

(Foto: Gaston Brito Miserocchi/Getty Images)

Forscher haben neu berechnet, wie viel Treibhausgase die Welt noch ausstoßen darf, um die Paris-Ziele einzuhalten. Das erste Budget ist demnach so gut wie alle. Zwei Grad aber wären gut zu schaffen - noch.

Von Benjamin von Brackel

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich die Welt um mehr als 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung erwärmen. Das geht aus einer aktualisierten Berechnung des Kohlenstoffbudgets hervor, also der Menge an Treibhausgasen, welche die Menschheit noch ausstoßen darf, um die 1,5-Grad-Schwelle zumindest mit einer 50:50-Chance nicht zu überschreiten. Eigentlich hatte sich die Weltgemeinschaft im Pariser Klimaabkommen verständigt, die Erderwärmung auf möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. "Es gibt kein einziges Klimaszenario mehr, das auch nur beschreiben kann, wie das gehen soll", sagt der Klimaforscher Joeri Rogelj vom Imperial College London. "Es liegt außerhalb des Bereich des Möglichen."

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