Was 2025 als Rettungsmission begann, wurde erst zum internationalen Forschungsprojekt und schließlich zum Politikum. Weil der Sarkophag im Dom von Magdeburg über den sterblichen Überresten von Kaiser Otto I. (912–973) zusammenzubrechen drohte, brachten Forscher um Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, diese in Sicherheit. Später beugten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland über die Knochen. Am Ende beschwerte sich die AfD, die Gebeine des „Gründers des Deutschen Reiches und damit der Präfiguration unseres Staates“ würden öffentlich ausgestellt wie ein kurioses Fossil. Am 1. September wird der alte Kaiser nun im Magdeburger Dom neu beigesetzt. Zeit für ein Gespräch.
Archäologie„Wir erleben weltweit eine Renaissance des Nationalismus“
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Der Bereich um das Grab Ottos des Großen im Magdeburger Dom war seit 2025 eingehaust.
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Andrea Hörentrup.In Magdeburg wird am 1. September Kaiser Otto der Große nach der Untersuchung der Gebeine wieder beigesetzt. Warum Landesarchäologe Harald Meller nichts davon hält, ihn zum nationalen Symbol zu machen.
Interview von Jakob Wetzel
