OranienburgMorawiecki und Woidke gedenken der Nazi-Opfer

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Ein Kranz, den Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, zuvor hier niedergelegt hatte.
Ein Kranz, den Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, zuvor hier niedergelegt hatte. Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) haben als besonderes Zeichen gemeinsam der Opfer des...

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Oranienburg (dpa/bb) - Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) haben als besonderes Zeichen gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Beide trafen sich am Dienstag in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg nördlich von Berlin. Sie machten einen Rundgang über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Morawiecki, der von seiner Frau Iwona begleitet wurde, legte mehrere Kränze nieder - unter anderem an einer Gedenktafel für polnische Opfer und stellte eine Kerze auf. Auch Woidke legte einen Kranz nieder.

„Das Streben nach Zusammenarbeit mit unseren polnischen Nachbarn hat in Brandenburg Verfassungsrang“, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. „Und wenn wir heute gemeinsam der Hunderttausenden Opfer der Konzentrationslager gedenken können, ist das Beleg für die erfolgreiche Versöhnung und gelebte Verbundenheit zwischen Polen und Deutschen.“ Er warnte: „Es darf keine Relativierung der Verbrechen geben, die von den Nationalsozialisten begangen wurden. So bleibt es unser aller Auftrag, die Erinnerung an die dunkelsten Stunden deutscher Geschichte wachzuhalten. Wir stellen uns der Verantwortung, heute alles zu tun für den Frieden unter den Völkern.“

Im KZ Sachsenhausen starben nach Angaben der Gedenkstätte Zehntausende Häftlinge durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit, medizinische Versuche und Misshandlungen oder wurden Opfer systematischer Vernichtung. Es gehört zur Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten, die die Erinnerung an die Gräueltaten wachhalten will.

„Das Interesse an den Gedenkstätten ist unvermindert hoch“, sagte der Direktor der Stiftung, Axel Drecoll, der Deutschen Presse-Agentur. „Vor allem in der Gedenkstätte Sachsenhausen verzeichnen wir weiter steigende Besucherzahlen auf deutlich über 700 000 im vergangenen Jahr.“ Drecoll, Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen, begleitete Morawiecki und Woidke bei dem Rundgang und zeigte ihnen das Gelände.

Woidke, der auch der Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit ist, hatte vor dem Treffen von einem wichtigen Signal der Versöhnung gesprochen.

Am 27. Januar hatte sich zum 75. Mal die Befreiung des deutschen KZ Auschwitz im von Hitler-Deutschland besetzten Polen durch die Rote Armee gejährt. Allein dort brachten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen um.

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