Oranienburg (dpa/bb) - Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hat dazu aufgerufen, die Erinnerungskultur an die Gräueltaten der Nationalsozialisten wachzuhalten. „Die Gespräche mit den Zeitzeugen, die noch immer die Kraft aufbringen, uns von dem Erlebten zu erzählen, werden immer kostbarer mit der Zeit“, sagte sie am Montag laut Manuskript bei einer Veranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. „Diese Gespräche wird es nicht mehr lange geben.“ Sie rief dazu auf, das „gesellschaftliche Immunsystem“ zu stärken, damit Nazi-Propaganda, Hetze, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit keinen Raum mehr fänden.
In Brandenburg wurde an mehreren Orten mit Reden und Kranzniederlegungen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Zum 75. Mal jährt sich an diesem Montag die Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz im von Hitler-Deutschland besetzten Polen. Nach Schätzungen wurden dort mehr als eine Million Menschen ermordet, meist Juden.
