Ökologie:Begradigt, kanalisiert, gestaut

Orinoco in Kolumbien

Die meisten großen Flüsse der Welt - hier der Orinoco in Kolumbien - fließen nicht mehr ungehindert von ihrer Quelle bis zur Mündung.

(Foto: WWF/Day's Edge Productions)
  • Nur 37 Prozent der 242 größten Flüsse der Erde sind noch als halbwegs unverbaut, zeigt eine Studie im Fachmagazin Nature.
  • Unter den 91 besonders langen Flüssen haben nur noch 21 eine direkte Verbindung von der Quelle bis zur Mündung.
  • Neben dem Transport von lebensnotwendigem Wasser stellen die Verbindungen der Flüsse den Austausch von Tier- und Pflanzenarten, Nährstoffen und Sedimenten sicher.

Von Werner Bartens

Die schlechten Nachrichten über den Zustand der Lebensräume auf diesem Planeten reißen nicht ab. Nachdem der Weltbiodiversitätsrat zu Beginn der Woche eindringlich gewarnt hat, dass eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht und etliche für immer verschwunden sind, zeigen Forscher nun im Fachmagazin Nature, wie sehr der Mensch schon in den Wasserkreislauf und damit die Lebensadern der Erde eingegriffen hat. Begradigt, kanalisiert, gestaut - so muss man sich den Großteil der Flüsse rund um den Globus vorstellen.

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