Ökologie Aufwärts

Die Korallenriffe vor Belize sind die größten auf der Nordhalbkugel.

(Foto: Pedro Pardo/AFP)

Die Korallenriffe vor Belize haben sich so stark erholt, dass die Unesco sie von der Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen hat. Die Riffe zählen zu den größten der Erde.

Das einst durch Ölbohrungen gefährdete Ökosystem der Korallenriffe vor Belize hat sich erholt. Das Belize-Barriereriff wurde von der Unesco-Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen, wie die Organisation am Dienstag auf Twitter mitteilte. Die erfolgreichen Sicherheitsmaßnahmen des lateinamerikanischen Landes für das Ökosystem des Gebiets berechtigten zu dieser Entscheidung, so die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Belize, eines der kleinsten Länder der Welt, hatte einen Stopp von Ölbohrungen vor seiner Küste verhängt und das Abholzen der Mangrovenwälder reguliert. Das größte Riffsystem der nördlichen Erdhalbkugel war 2009 wegen der Zerstörungen und Bedrohung durch Offshorebohrungen, Tourismus und Bauprojekte auf die Unesco-Liste gesetzt worden. Zu dem seit 1996 als Weltkulturerbe anerkannten Ökosystem gehören neben den Korallenriffen kleine Sandinseln, Lagunen und Mangrovenwälder. Sie beheimaten bedrohte Tiere wie Meeresschildkröten, Seekühe und das amerikanische Spitzkrokodil. Das Belize-Barriereriff wird in der Ausdehnung nur noch vom australischen Great Barrier Reef übertroffen.