Ökobilanzen von Lebensmitteln Tipps für den umweltfreundlichen Einkauf

Was also soll der Verbraucher tun, der mit seiner Ernährung auf die Umwelt achten, sich aber auch nicht stundenlang mit Fachliteratur und komplexen Berechnungen herumschlagen möchte? Und sich vor allem den Genuss am Essen auch nicht nehmen lassen will? Keine Angst, die Tipps der Experten sind erstaunlich überschaubar und simpel - auch wenn abermals alle betonen, dass es sich auch dabei nur um Faustregeln handelt. Ihnen zufolge beinhaltet eine umweltverträgliche Ernährung:

  • Wenig Fleisch: Die Viehhaltung und der Anbau der Futtermittel treiben die Ökobilanz tierischer Produkte in die Höhe. Als umweltfreundliche Eiweißquelle eignen sich zum Beispiel Bohnen. Käse schneidet zwar besser ab als Fleisch, ist im Hinblick auf seine Ökobilanz aber auch nicht ganz ohne. Auch Fisch sollte nicht allzu oft auf den Teller kommen.
  • Saisonale Produkte aus heimischer (Bio-)Produktion: Das Beispiel der Äpfel zeigt: Auch wenn die Äpfel aus heimischem Anbau stammen, nützt das für deren Ökobilanz im Hochsommer wenig. Nur wenn man die Kriterien saisonal und regional kombiniert, tut das der Umwelt gut. Außerdem gilt: Egal, ob es sich um ökologischen oder konventionellen Anbau handelt - Obst und Gemüse aus dem Freiland schneiden besser ab als Lebensmittel aus einem Gewächshaus, das beheizt werden muss.
  • Keine Flugware: Importierte Produkte sollten am besten mit dem Lastwagen oder allenfalls dem Schiff nach Deutschland gebracht werden - nicht jedoch per Flugzeug. Eingeflogen werden zum Beispiel meist tropische Früchte. Äpfel hingegen kommen per Schiff aus Übersee zu uns.
  • Keine Verschwendung: Das gilt sowohl für die Lebensmittel selbst wie auch für die Energie, die für die Zubereitung nötig ist. Ein Drittel der gesamten Nahrungsmittelproduktion landet auf dem Müll, und allein in Deutschland werden jedes Jahr elf Millionen Tonnen Nahrung weggeworfen. Wer hilft, diesen Müll zu reduzieren, tut nicht nur der Umwelt einen Riesengefallen.
Die Recherche zu Landwirtschaft und Ernährung: Kein Fressen ohne Moral

"Erst das Fressen, dann die Moral - wie sollen wir uns (künftig) ernähren?" Das wollten unsere Leser in der vierten Runde unseres Projekts Die Recherche wissen. Mit einer Reihe von Beiträgen beantworten wir diese Frage.

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  • Dem Erdbeerjoghurt auf der Spur

    Welche Wege haben Milch, Obst und Zucker hinter sich, wenn sie im Fruchtjoghurt landen? Verbraucher werden mit der Frage nach dem Ursprung von Lebensmitteln meist alleine gelassen. Eine Suche nach der Herkunft des Erdbeerjoghurts.

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    Wie viel sind Lebensmittel wert? Die Mitglieder der Kommune Niederkaufungen sagen: weit mehr als Autos oder Urlaub. Sie haben ihre Maßstäbe verändert, auch wenn es Geld kostet und anstrengend ist. Ein Besuch bei Menschen, die besonders leben und essen.

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