Norderney (dpa/lni) - Die Grünen halten den angekündigten Umzug der Forschungsstelle Küste (FSK) von der Insel Norderney aufs Festland weiterhin für unsachgemäß und kontraproduktiv. Es gebe weder einen begründeten Anlass für die überhastete Umsiedlung der Mitarbeiter, noch einen belastbaren Kostenvergleich für eine Sanierung am Standort gegenüber einem Neubau auf dem Festland, sagte Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz mit Blick auf eine aktuelle Antwort der Landesregierung zu dem Thema.
Das Umweltministerium habe darin bestätigt, dass Auflagen für eine weitere Nutzung des Gebäudes bis zu einer weitergehenden Sanierung, inzwischen schrittweise umgesetzt wurden. Auch der Server sei entgegen früheren Aussagen noch in Betrieb und nicht aufs Festland verlagert worden. Der Umzug der FSK müsse gestoppt und die Stärkung der Forschungsarbeit auf Norderney oberste Priorität haben.
Im September hatte das Ministerium bekannt gegeben, dass die Forschungsstelle die Insel Norderney schneller als geplant verlassen und ein Behelfsquartier in Norden beziehen soll. Der Grund: Die maroden Gebäude der FSK auf der Insel seien für Mitarbeiter wie Besucher nicht mehr sicher. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, das Vorhaben zu überdenken“, mahnte Stefan Wehlage vom Grünen-Ortsverband Norderney. Die Einrichtung berät die Landesregierung bei Fragen zum Küsten- und Naturschutz.
