Wissenschaftliches Fehlverhalten:Zweifel an Studien von Nobelpreisträger

Lesezeit: 2 min

Bei molekularbiologischen und genetischen Studien kommt es auch auf Bilder an. (Foto: Reporters/laif/LAIF)

Doppelte Bilder und andere Fehler: Mehr als ein Dutzend Studien, an denen der Genetiker Gregg Semenza beteiligt war, wurden bereits zurückgezogen, weitere werden untersucht.

Von Hanno Charisius

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zurückzuziehen, für die man einst gefeiert wurde, dürfte zu den unangenehmsten Dingen im Leben eines Forschers zählen. Der Genetiker und Nobelpreisträger Gregg Semenza musste das bislang gleich 17 Mal tun - vorausgesetzt, die Fachjournale, in denen die nun fragwürdigen Artikel ursprünglich veröffentlicht wurden, haben das nicht für ihn erledigt. Insgesamt steht laut einem Bericht des Wissenschaftsjournals Nature die Integrität von 52 Fachveröffentlichungen mit Semenzas Namen darauf infrage. Sie sind alle zwischen den Jahren 2000 und 2021 veröffentlicht worden, teils in sehr angesehenen Zeitschriften.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusTechnik
:Vertrauen ist gut, KI ist besser

Große Wissenschaftsverlage setzen auf künstliche Intelligenz, um Fehlverhalten aufzudecken. Künftig soll eine Software auch falsche Bilder erkennen.

Von Jan Schwenkenbecher

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: