Gäbe es irgendwo das Quartettspiel der verpeilten Nobelpreisträger zu kaufen, dann zeigte die Supertrumpfkarte das Bild des Biochemikers Kary Mullis. Der US-Amerikaner wurde 1993 im Fach Chemie ausgezeichnet, und der Mann hatte es wahrlich verdient. Preiswürdig fanden die Mitglieder der Nobelstiftung seine Entwicklung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), eines Verfahrens zur Vervielfältigung von DNA, das dem Laienpublikum spätestens seit dem ganzen Corona-Wahnsinn geläufig und in der Anwendung als PCR-Test sogar vertraut geworden ist. Mullis hatte das Verfahren 1985 entwickelt, und es ist wirklich eine enorm wichtige Methode für die medizinische Diagnostik, die Kriminalistik und, mit etwas Pathos formuliert: die Menschheit. So viel zum genialen Lichtblitz aus dem Geist des 2019 gestorbenen Biochemikers Kary Mullis.
PsychologieMan nennt es "Nobelitis"
Lesezeit: 7 Min.

Immer wieder versteigen sich Nobelpreisträger nach ihrer Auszeichnung in den Wolken des Irrationalen. Woran das liegt und warum es sehr menschlich ist.
