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Naturschutz - Schwedt/Oder:Ende der Brutzeit: Kanutouren im Unteren Odertal starten

Criewen (dpa/bb) – Der Nationalpark Unteres Odertal mit seinen Auenlandschaften kann von Dienstag an wieder mit dem Kanu erkundet werden. Auf drei Strecken lotsen qualifizierte Kanu-Führer die Besucher durch die Wasserwelt. Der späte Zeitpunkt des Saisonstarts ist laut Umweltministerium damit zu erklären, dass Touren in die Wasserlandschaften erst nach dem Ende der Brutzeit für die meisten Vogelarten beginnen dürfen. Mehr als 145 Vogelarten brüten im Nationalpark, im Frühjahr und Herbst kann der Durchzug tausender Gänse, Enten und Kraniche beobachtet werden. Zudem leben in der Oder 40 Arten von Fisch.

Die Nordstrecke führt über elf Kilometer, eine verkürzte Route über sieben und eine Südstrecke über acht Kilometer. Ungeübte Fahrer benötigen für jede Tour nach Angaben der Nationalparkleitung etwa fünf Stunden. Die Touren sind nur in Begleitung der Kanu-Führer möglich.

Alle Strecken haben nach Angaben des Nationalparks je einen Rastplatz sowie Stege zum Einsetzen der Boote. Vor dem Start in die Kanu-Saison sind sie von Nationalparkverwaltung, Naturwacht und den Kanu-Führern geprüft und vorbereitet worden.

In den kommenden Jahren wird der Nationalpark Unteres Odertal an deutschlandweiten Forschungsvorhaben zu Insekten teilnehmen. Beispielsweise sollen Bestandserhebungen helfen, um Ursachen für den Insektenrückgang zu ermitteln, wie der Nationalpark auf seiner Internetseite mitteilte. Neben den Insekten werden beispielsweise auch Kleinsäuger oder Fledermäuse erfasst und in Bezug zu potenziellen Einflussfaktoren gesetzt.