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Natur - Pfronten:Hunderte Freiwillige sammeln tonnenweise Müll

Alpin
Eine Gruppe von Freiwilligen sammelt auf einem Weg Müll. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Pfronten/Freiburg (dpa) - Mehr als 850 Freiwillige haben vier Tage lang Müll in den Allgäuer Alpen eingesammelt. Mit 250 angemeldeten Teams sei bei den "CleanUP Days" ein neuer Rekord aufgestellt worden, sagte der Organisator der Aktion, Martin Säckl, aus Pfronten (Landkreis Ostallgäu) am Montag. Der in der Natur gesammelte Unrat müsse noch an den 16 Abgabestellen eingesammelt und gewogen werden, sagte Säckl. "Wir rechnen aber mit mindestens einer Tonne."

Die "CleanUP Days" fanden vom 8. bis 11. Juli zum dritten Mal in den Allgäuer Alpen statt. Bei der Premiere im Jahr 2019 hatten sich nach Angaben der Organisatoren gerade mal 300 Teilnehmer in 60 Teams angemeldet, im vergangenen Jahr waren es trotz Corona-Einschränkungen 160 Teams mit rund 500 Müll sammelnden Wanderern.

Insgesamt haben die Freiwilligen bei den drei Aktionen laut Säckl mindestens drei Tonnen Unrat gesammelt - vom Computerbildschirm über Nähmaschinen bis zu Flugzeugteilen und Autoreifen. "Wenn eine Gruppe große Gegenstände wie Fahrräder findet, schalten sich oft auch die jeweiligen Gemeinden für die Abholung ein", sagt Säckl. Den Müll bringen die Organisatoren mit einem eigenen Lastwagen zum Recyclinghof, um ihn dort zu sortieren und wiederzuverwerten.

Dieses Jahr sind zum ersten Mal mehrere Veranstaltungen unter dem Namen "CleanUP Days" geplant. Als nächste Station der Müllsammel-Tour ist von 19. bis 25. Juli der Schwarzwald vorgesehen. Nach Angaben von Organisator Säckl haben sich bis Montag schon mehrere Hundert Freiwillige angemeldet, von Bad Herrenalb im Norden bis Waldshut im Süden sind zahlreiche Abgabestellen vorgesehen. Als Veranstalter fungiert dort die Schwarzwald Tourismus GmbH mit Sitz in Freiburg.

Auch im österreichischen Montafon und den Chiemgauer Alpen sind bis September weitere "CleanUP Days" geplant. "Es wächst stark", sagt Organisator Säckl. Deswegen haben die Organisatoren nun einen Verein zur Durchführung der Aktionen gegründet. "Die Warteliste ist lang", sagt Säckl. "Wir rechnen im ersten Jahr mit 1000 Mitgliedern."

© dpa-infocom, dpa:210713-99-359514/3

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