RaumfahrtNasa holt „ISS“-Crew vorzeitig zurück

Die „Crew Dragon“ dockt von der Raumstation ab.
Die „Crew Dragon“ dockt von der Raumstation ab. (Foto: NASA/AFP)

Weil ein Crew-Mitglied gesundheitliche Probleme hat, müssen alle vier Raumfahrer zurück auf die Erde. Wer betroffen ist, sagt die Nasa nicht.

Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation (ISS) hat die Nasa eine Besatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurück zur Erde geholt. Mit einer Crew Dragon des Raumfahrtunternehmens Space-X von Tech-Milliardär Elon Musk landeten die vier Raumfahrer in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) vor der Küste des US-Bundesstaates Kalifornien, wie Livebilder der Nasa zeigten.

Das Bild zeigt die Raumfahrer Michael Fincke (u. l.), Oleg Platonow (o. l.), neben ihm Zena Cardman und Kimiya Yui.
Das Bild zeigt die Raumfahrer Michael Fincke (u. l.), Oleg Platonow (o. l.), neben ihm Zena Cardman und Kimiya Yui. (Foto: Nasa/AP)

Die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Raumfahrer Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow waren seit Anfang August an Bord der ISS und hätten dort eigentlich noch ein paar Wochen bleiben sollen.

Weniger als eine Stunde nach dem sogenannten Splashdown verließen die vier nacheinander die Kapsel und wurden von Space-X-Mitarbeitern auf einem Schiff mit Jubel und Applaus empfangen, wie in der Nasa-Übertragung zu sehen war. Bevor die Crew aufs Festland geflogen wurde, stand eine routinemäßige medizinische Untersuchung an. Jeder Aufenthalt im All ist eine enorme körperliche Belastung.

In der vergangenen Woche hatte die Nasa zuerst einen Außeneinsatz an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds kurzfristig abgesagt – und dann mitgeteilt, dass sie wegen des Problems die komplette vierköpfige Crew vorzeitig zurück zur Erde holen werde. Zur Identität des erkrankten Crew-Mitglieds und zu Details der gesundheitlichen Probleme wollte sich die Nasa nicht äußern. Das Mitglied der „Crew 11“ sei in stabilem Zustand, hieß es. Auch vergangene Woche sagte der Chef-Mediziner der Nasa, James Polk, dass es sich nicht um einen Notfall handele.

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