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Mythen von Monstern (Teil 8):Amerikas mysteriöser Riesenaffe

Seit 50 Jahren kennt man Fußspuren von Bigfoot. Auch Filme und Fotos zeigen das Wesen. Trotzdem ist seine Existenz umstritten.

Neben Nessie, dem Monster im Loch Ness gibt es sicher kein bekannteres Monster als Bigfoot, den haarigen Riesenaffen in den Wäldern Nordamerikas. Etliche Augenzeugen berichten von Begegnungen mit dem Tier, es gibt unzählige Bilder und Gipsabdrücke von riesigen Fußabdrücken und sogar einige Filme existieren, die den Vertreter einer bislang unbekannten Primatenart zu zeigen scheinen.

Der tote Bigfoot in der Gefriertruhe war nur ein Sasquatch-Kostum.

(Foto: Quelle: Screenshot)

Das Wesen ist den Beschreibungen und Filmen zufolge bis zu drei Meter groß, trägt ein dunkelbraunes oder rötliches Fell und erinnert an einen Gorilla. Es riecht nicht besonders gut und hinterlässt Fußspuren einer Länge von bis zu 60 Zentimetern. Besonders häufig wird Bigfoot im Nordwesten der USA beobachtet, allerdings kommt er offenbar in allen US-Bundesstaaten bis auf Hawaii und Rhode Island vor.

Die Geschichte von Bigfoot ist alt. Ihren Ursprung hatte sie allerdings unter anderen Namen. Indianer im heutigen US-Bundesstaat Washington kannten Legenden von "wilden" oder "haarigen Männern" in den Wäldern.

Fußabdrücke seit 1958

Im angrenzenden kanadischen British Columbia sammelte der Lehrer John W. Burns Anfang des 20. Jahrhunderts Berichte der Indianer über diese Wesen. 1929 veröffentlichte er im kanadischen Magazin Maclean's einen Artikel darüber und fasste die Monster unter dem indianischen Namen Sasquatch zusammen.

Wirklich berühmt wurden riesige Affenwesen allerdings erst, nachdem 1951 im Himalaja der Fußabdruck eines Yeti fotografiert worden war. Die Medien interessierten sich plötzlich so sehr für sie, dass Sasquatch-Fachmann Burns 1957 in der Vancouver Sun erklärte, es handle sich nicht um Monster und die harmlosen Wesen sollten nicht gefangen werden, um die Sensationslust neugieriger Menschen zu stillen.

Ein Jahr später gab es kein Halten mehr. 1958 entdeckte der Bauarbeiter Jerry Crew an einer Straßenbaustelle in Bluff Creek, Humboldt County in Kalifornien riesige Fußspuren. In der Humboldt Times erschien ein Artikel darüber, zusammen mit dem Foto eines Gipsabdrucks einer der Spuren. Der Autor Andrew Genzoli gab dem geheimnisvollen Wesen angesichts der Größe des Abdrucks den Namen "Bigfoot".

Die Nachrichtenagentur AP verbreitete die Geschichte international und der amerikanische Riesenaffe wurde unter seinem neuen Namen berühmt. Die ersten Bigfoot-Jäger machten sich auf die Suche nach dem Tier. Und plötzlich wurden in ganz Nordamerika riesige Affen gesichtet.

Ein echtes Monster-Movie?

Die Beweise für die Existenz des Bigfoot waren allerdings nicht wirklich überzeugend. Doch 1967 veröffentlichten der Rodeoreiter Roger Patterson und der Rancher Robert Gimlin einen 16mm-Film, der einen Bigfoot zeigte. Patterson hatte sich die Kamera ausdrücklich mit dem Ziel geliehen, Bigfoot zu filmen. Er machte sich mit Gimlin auf zum Bluff Creek, wo die zwei dem Wesen tatsächlich begegnete. Patterson überließ den Film gegen Geld den Medien.

Nun tauchten immer wieder unscharfe Fotos und Filme auf. Eine Aufnahme, die für besonders große Aufregung sorgte, war der 8mm-Film. von Lori Pate. Die Amerikanerin filmte während eines Ausflugs mit ihrer Familie am Chopaka Lake in Okanogan County, Washington, am Memorial Day 1996 ein affenähnliches Wesen, das in einiger Entfernung einen Abhang überquerte und im Wald verschwand.