Mit weichen Knien steht die achtjährige Ella auf dem Dreimeterbrett. Sie holt tief Luft - und springt. Ihre Klassenkameradinnen klatschen, als sie aus dem Wasser auftaucht. Ella steigt aus dem Becken und ruft ihrer Freundin Katharina zu: "Du bist als Einzige noch nicht gesprungen, traust du dich etwa nicht?" Alle schauen Katharina erwartungsvoll an. Sie zögert einen Augenblick und antwortet dann: "Ich will nicht springen. Das ist mir zu hoch."
Entwicklungspsychologie:"Um Mut zu entwickeln, brauchen Kinder zuallererst ein sicheres Fundament"
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Um zu springen, braucht es Mut. Mutig ist aber auch, wer seine Angst eingestehen kann.
(Foto: imago images/Image Source)Mut bedeutet nicht nur von Klippen zu springen, Berge zu erklimmen oder mit Schwertern zu kämpfen. Mut heißt auch, zu den eigenen Gefühlen zu stehen oder für andere einzutreten. Aber was hilft Kindern dabei, ihre Ängste zu überwinden?
Von Ginette Wiget
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