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Mittelalter:British Library rätselt über Inschrift auf Schwert

River Witham Schwert

Englisches Design, aber wohl aus einer deutschen Schmiede: das Witham-Schwert.

(Foto: The British Library)
  • Wissenschaftler der British Library rätseln, was die Inschrift auf einem 800 Jahre alten Schwert bedeutet.
  • Vermutlich gehörte die Waffe einem Ritter.
  • Die Öffentlichkeit soll nun bei der Lösung des Rätsels helfen.

+NDXOXCHWDRGHDXORVI+: 18 Buchstaben sind auf der Klinge eines 800 Jahre alten Schwerts der British Library vermerkt und lassen Forscher ratlos zurück. Es ist ihnen unmöglich auszumachen, was die Lettern bedeuten sollen. "Helfen Sie uns, die Inschrift zu entschlüsseln", schreiben sie nun auf der Webseite des Museums und erhoffen sich eine Lösung durch die Mithilfe der Öffentlichkeit.

Allzu viel ist nicht über das Schwert bekannt, wie die British Library schreibt. 1825 wurde es im Fluss Witham bei der Stadt Lincolnshire gefunden, es wiegt 1,2 Kilogramm und ist 96,4 Zentimeter lang. Die Forscher vermuten, dass es einem Ritter gehört hat. Das Schwert stammt wohl aus der Zeit zwischen 1250 und 1330 und wurde möglicherweise in Deutschland geschmiedet.

"Das faszinierende Detail an diesem Schwert ist aber natürlich die bisher unentschlüsselte Inschrift", schreibt der Kurator der British Library, Julian Harrison, auf dem Blog des Museums. "Es gibt bisher Spekulationen, dass es sich um eine religiöse Beschwörung handeln könnte, da die Sprache unbekannt ist."

Wie der Archäologe Marc van Hasselt von der Universität Utrecht der Seite cnet sagt, ist das Witham-Schwert damit keine Ausnahme. Inschriften auf Schwertern seien um das Jahr 1300 "der letzte Schrei" gewesen.

© SZ.de/pram/chrb
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