Medizin:Zeigen, was man kann

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Das Stethoskop ist ein typisches Accessoire eines Arztes, weiße Kleidung ebenso. (Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Wann wirken Ärzte besonders kompetent und vertrauenswürdig auf Patienten? Sie sollten offenbar erkennen lassen, was sie wissen und welche Ausbildung sie haben.

Von Werner Bartens, München

In England trägt man es lässig um den Hals, in Deutschland steckt es meist mit Stauschlauch und EKG-Lineal in der Kitteltasche. Der Freiburger Hygieniker Franz Daschner hat schon vor Jahren gelästert, das Stethoskop diene nur dazu, den Arzt in seinem weißen Kittel vom Friseur zu unterscheiden. Trotzdem ist die medizinische Hörhilfe das charakteristische Accessoire der Ärzteschaft, um als kompetent zu gelten. Immerhin sind die Zeiten vorbei, als das Harnglas das Symbol des medizinischen Standes war. Vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit schmeckten Doktoren den Urin Kranker ab, um etwa die Zuckerkrankheit zu erkennen. Der Begriff Diabetes mellitus rührt daher - und bedeutet "honigsüßer Durchfluss".

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