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Mars-Rover "Curiosity":Äußerst erfolgreiche Vorgänger

Curiosity ist bereits die dritte Generation von Nasa-Rovern auf dem Roten Planeten. Vor allem die direkten Vorgänger, die Mars-Roboter Spirit und Opportunity, waren äußerst erfolgreich. So ist Opportunity seit mittlerweile acht Jahren auf dem Planeten unterwegs. Der Rover, nicht einmal halb so groß wie Curiosity, hat dabei unter anderem salzige Gesteinsschichten entdeckt, die auf eine feuchte Vergangenheit des Planeten hindeuten.

Auch Aufnahmen von Raumsonden, die den Mars umkreisen, lassen wenig Zweifel daran, dass einmal fließendes Wasser auf dem heute staubtrockenen Planeten existiert haben muss. Eine dieser Aufnahmen zeigt Lehm- und Sulfat-Ablagerungen unweit der Landestelle von Curiosity - Bodenschichten, die nur auf einem feuchten Mars entstanden sein können.

Genau dorthin soll sich der Rover in den kommenden Monaten aufmachen. Sein eigentliches Ziel ist aber ein mehr als fünf Kilometer hoher Berg, der sich inmitten des Gale-Kraters erhebt, des Landeorts von Curiosity.

Marsforscher vermuten, dass der Krater einst mit Wasser gefüllt war, sodass sich Mineralien auf seinem Grund Schicht für Schicht ablagern konnten. An den flachen Hängen des Berges, von der Nasa "Mount Sharp" genannt, dürften diese Sedimente inzwischen offenliegen. Wie aus einem Buch soll der Rover aus den Schichten die geologische Vergangenheit des Mars ablesen - und daraus Temperatur, Druck und Feuchte während der unterschiedlichen Epochen bestimmen. Auch diese Daten sind entscheidend für die Frage, ob Leben existiert haben könnte.

Schnell wird das nicht gehen. In den kommenden Wochen will die Nasa das Gefährt Schritt für Schritt testen und anschließend in Betrieb nehmen. Vermutlich wird der Rover zunächst nur ein paar Meter fahren und dann nochmals auf Herz und Nieren geprüft.

"Wir haben keine Eile", sagt Theisinger. "Der Rover ist unbezahlbar, wir wollen die Mission nicht vermasseln, indem wir loslegen, ohne seinen Zustand genau verstanden zu haben."

2,5 Milliarden Dollar kostet die Mission, zwei Jahre soll der Einsatz mindestens dauern. Im Grunde könnte das Gefährt die zwei- oder dreifache Zeit durchhalten, das haben die Tests seiner Komponenten gezeigt. "Wir wären jedenfalls nicht schockiert, wenn das passieren würde", sagt Theisinger.

Frühestens in einem Jahr, so die derzeitigen Planungen, soll der Rover am Fuß des Mount Sharp ankommen. Trödeln wollen sie nicht, sagen die Nasa-Ingenieure. Es gebe auf dem Weg dorthin aber einfach zu viele interessante Flecken.