Mainz (dpa/lrs) - Die vor exakt 50 Jahren vollzogene Gründung der früheren Doppel-Universität Trier-Kaiserslautern und deren weitere Entwicklung war nach Meinung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für Rheinland-Pfalz der „Aufbruch in die Wissensgesellschaft“. Sie sei zentral dafür gewesen, die Quote der akademischen Bildung in der Fläche zu heben und dem damals bestehenden Lehrermangel entgegenzuwirken, sagte Dreyer am Dienstag bei einem Symposium in Mainz.
Am 28. Juli 1970 hatte der Landtag in Mainz das „Landesgesetz über die Errichtung der Universität Trier-Kaiserslautern“ beschlossen. Landtagspräsident Hendrik Hering sagte, heute sei die TU Kaiserslautern eine forschungsstarke Uni, auch Trier sei innovativ etwa mit Forschungen zum Schutz der heimischen Wälder. Bei dem Symposium erinnerte der damalige Kultusminister und spätere Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) an die kurze Zeitspanne von nur einem Jahr für den Neuaufbau der einstigen Doppel-Uni. „Es war die schnellste Universitätsgründung in Deutschland“, sagte er.
Die beiden Unis hatte ihre Jubiläen eigentlich groß feiern wollen, mussten dann aber wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Veranstaltungen absagen. In Trier ist aber etwa weiterhin eine Ausstellung zur Geschichte der Uni ab Mitte Oktober in der Planung, wie ein Uni-Sprecher sagte. Auch der offizielle Festakt, der am 25. November in der Konstantin-Basilika in Trier über die Bühne gehen soll, sei noch nicht abgesagt. Die Universität Trier zählt derzeit rund 12 500 Studenten, die TU Kaiserslautern etwa 15 000.
