Letschin (dpa/bb) - Zum 75. Jahrestag der Brückenkopfbildung in Kienitz ist dort am Freitag an die Befreiung Brandenburgs vom Nationalsozialismus erinnert worden. „Wir können Antifaschismus nicht verordnen, aber wir können immer wieder erzählen, wohin Hass und Hetze, Rassismus und Nationalismus, Gewalt und Ausgrenzung geführt haben und wieder führen würden“, betonte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei der Gedenkveranstaltung. Kienitz ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Letschin (Landkreis Märkisch-Oderland).
Am Panzerdenkmal und am Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs legten Woidke, der russische Botschafter Sergej Netschajew und der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck (SPD), Kränze nieder.
Am 31. Januar 1945 hatten Einheiten der Roten Armee bei Kienitz einen Brückenkopf zum Westufer der Oder gebildet. Damit wurde Kienitz der erste vom Faschismus befreite Ort auf dem heutigen Gebiet des Landes Brandenburg.
