LeipzigStudie: Corona hat Wohlbefinden vieler negativ beeinflusst

Ein Arzt geht an einem Corona-Testmobil vorbei.
Ein Arzt geht an einem Corona-Testmobil vorbei. Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie von Psychologen der Universität Leipzig das subjektive Wohlbefinden vieler Menschen negativ beeinflusst. Für die...

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Leipzig (dpa/sn) - Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie von Psychologen der Universität Leipzig das subjektive Wohlbefinden vieler Menschen negativ beeinflusst. Für die Studie waren 979 Menschen im Zeitraum zwischen Dezember 2019 und Mai 2020 befragt worden. Die Forscher unter Leitung von Hannes Zacher stellten fest, dass im frühen Stadium der Pandemie zwischen März und Mai die Lebenszufriedenheit und das Erleben positiver Gefühle auf einer Skala von 1 bis 7 im Schnitt um etwa 0,2 Punkte abnahmen. Überraschend sei es während dieser Phase aber auch zu einer leichten Abnahme im Erleben negativer Gefühle wie Ärger und Angst gekommen.

„Personen, die die Corona-Pandemie als Herausforderung und die Folgen der Pandemie als kontrollierbar bewerteten, wiesen generell ein höheres subjektives Wohlbefinden auf“, hieß es. Gleiches gelte für Menschen, die Probleme aktiv gelöst, die positiven Seiten der Krise gesehen und soziale Unterstützung erfahren haben: „Wer dagegen die Krise als Bedrohung wahrgenommen, sie verleugnet oder sich selbst für die Folgen der Krise beschuldigt hat, fühlte sich weniger gut. Das galt auch für Personen, die versucht haben, die Krise mit Alkohol oder Drogen zu bewältigen.“

Die Forscher haben die Ergebnisse ihrer Studie im Fachjournal „American Psychologist“ veröffentlicht. An der Untersuchung war ein Wissenschaftler der Saint Louis University beteiligt. Nach Angaben der Uni Leipzig stellt die Volkswagenstiftung für die Fortsetzung der Langzeit-Studie 50 000 Euro bereit. Dabei soll vor allem untersucht werden, wie sich die Pandemie auf Veränderungen in der Arbeitswelt sowie auf die Entwicklung der physischen und psychischen Gesundheit auswirkt.

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