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Künstliche Intelligenz:Echt nette Roboter

Der Roboter Nao ist 58 Zentimeter groß, hört und spricht über Mikrofone und Lautsprecher.

(Foto: imago; imago)

Wie Menschen handeln, können Roboter inzwischen gut vorhersagen. Die Maschinen nutzen das erfolgreich, um soziales Verhalten zu imitieren. Aber wie real ist die berechnete Hilfsbereitschaft?

Von Eva Wolfangel

Der kleine Kerl bewegt seine Arme und folgt diesen Bewegungen mit großen Augen, als nehme er diese Arme zum ersten Mal wahr. Bei jeder Bewegung des Arms scheint sich der Kleine zu fragen: "Bin das ich? Mache ich das?" Er bewegt seine Gliedmaßen unermüdlich und scheinbar zufällig, er testet, welche Richtungen seine Gelenke zulassen. Erst mit der Zeit werden die Bewegungen gezielter. Später kommt ein Mann und reicht ihm einen Ball. Der kleine Kerl will ihn haben, greift aber erst unbeholfen daneben. Verena Hafners kleiner Nao benimmt sich wie andere Babys, die ihren Körper und dessen Verhältnis zur Umwelt erkunden. Aber er ist kein Kind. Nao ist ein Roboter, der sich das Lernen von den Menschen abschaut und auf diese Weise auch soziales Verhalten lernen kann, glaubt Hafner: "Wir lehnen uns an die Entwicklungspsychologie an", sagt die Professorin für adaptive Systeme an der Berliner Humboldt-Universität. Ähnlich wie bei Kindern, die erst ihren Körper erkunden und was sie damit ausrichten können und schließlich erfahren, welchen Rahmen die gesellschaftlichen Konventionen dem eigenen Handeln geben. Die Roboter in ihrem Labor seien dadurch flexibler als zum Beispiel klassische Industrieroboter, die stets den gleichen Handgriff ausführen und deren Bewegungen exakt programmiert sind. "Wenn beispielsweise ein Motor nicht funktioniert, können unsere Roboter umstellen", erklärt Hafner. Wie ein Mensch, der eine Verletzung kompensiert.

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