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Kuckuckskinder:Perfekte Täuschung

Damit die Stiefeltern nicht erkennen, dass in ihrem Nest ein fremdes Jungtier hockt, passt sich der Nachwuchs des Glanzkuckucks im Aussehen den Wirtsvögeln an.

Manche Kuckucke täuschen die Pflegeeltern ihres Nachwuchses besonders geschickt. Der Glanzkuckuck (Chrysococcyx minutillus) passt nicht nur die Farbe und Musterung seiner Eier an die des fremden Geleges an.

Versteht sich aufs Vorspiegeln falscher Tatsachen: der Glanzkuckuck.

(Foto: oh)

Auch die frisch geschlüpften Kuckucke ähneln vom äußeren Erscheinungsbild her den Küken ihrer Wirte - sowohl in der Hautfärbung als auch in der Farbe des offenen Schnabels und mitunter sogar der Daunen.

Dies berichtet ein Forscherteam um Naomi Langmore von der Australian National University in Canberra in den Proceedings of the Royal Society B (online).

Das Anpassungsverhalten haben die Forscher bei drei Arten des Glanzkuckucks gefunden, die jeweils bei einer bestimmten Singvogelart parasitieren. Die Experten vermuten darin eine Reaktion auf besonders misstrauische Wirtsvögel.

Diese werfen nämlich nicht nur fremdartige Eier aus dem Nest, sondern auch Jungvögel, die ihnen suspekt erscheinen.

Indem der junge Kuckuck die Farbe der Wirtsnachkömmlinge imitiert, verhindert er den tödlichen Rauswurf. Die Täuschung währt acht Tage lang, dann haben die Vogeleltern alle Küken akzeptiert und der Kuckuck nimmt langsam das Aussehen seiner eigenen Art an.

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