Kriminalität:Tierschutzgesetz: 2023 mehr als 280 Straftaten erfasst

Ein durch eine Schlagfalle schwer verletzter Fuchs ist im April bei Sondershausen gefunden worden. (Foto: LPI Nordhausen/dpa)

Giftköder, Verwahrlosung, oder Schlimmeres: Auch Tiere wurden 2023 in Thüringen Opfer von Gewalt und Vernachlässigung. Es gibt besondere Deliktschwerpunkte.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Erfurt (dpa/th) - Manche kümmern sich einfach nicht um ihre Hunde und Katzen, andere greifen gezielt Pferde an: 281 Straftaten nach dem Tierschutzgesetz hat das Landeskriminalamt im vergangenen Jahr bis Mitte November 2023 erfasst. Die gute Nachricht: Die Fallzahlen sind damit laut LKA im Vergleich zu den Vorjahren voraussichtlich nicht gestiegen. Ein signifikanter Rückgang wird sich aber wohl nicht ergeben. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2022 zählte das LKA 328, im Jahr davor 321 solcher Fälle. Vor allem Fälle von ausgelegten Giftködern und Angriffe auf Pferde beschäftigten die Polizisten dabei in der Regel, hieß es.

So wurde im Oktober in Meura (Landkreis Rudolstadt-Saalfeld) nach Polizeiangaben eine tragende Stute auf einer Koppel erschossen. Warnungen vor mit Rasierklingen oder Nägeln präparierten Wurststücken oder Giftködern, kamen etwa von Polizeiinspektionen aus Erfurt, Suhl, Jena und Saalfeld. In einzelnen Fällen fraßen Hunde die Köder und starben an den Folgen.

Auch in Fällen mit Wildtieren war die Polizei mitunter gefragt: Im April entdeckten Spaziergänger einen Fuchs, dessen Pfote eine Schlagfalle fast vollständig abgetrennt hatte. Auch hier wurden Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.

© dpa-infocom, dpa:240107-99-516790/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: