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Konzentrationsfähigkeit:Nicht nur Mozart hilft dem Hirn

Entscheidend ist der Musikgeschmack: Auch das Hören von Rockmusik kann offenbar die Konzentrationsfähigkeit fördern.

Bisher schrieb man diesen Effekt vor allem der Musik Wolfgang Amadeus Mozarts zu und nannte die positive Wirkung auf kognitive Fähigkeiten entsprechend den Mozart-Effekt. Eine an der Glasgow Caledonian University durchgeführte Studie zeigt aber nun, dass es weniger auf die Art der Musik als auf die Vorlieben des Hörenden ankommt (Consciousness and Cognition, online).

E-Gitarre

Wem diese Töne gefallen, der kann sich dabei offenbar auch konzentrieren

(Foto: Foto: dpa)

Für die Experimente wählten die Wissenschaftler Musiker der Stilrichtung Rock und Klassik aus und beschallten sie mit zufällig ausgewählten Musikstücken dieser beiden Genres. Dazwischen gab es immer wieder Intervalle der Stille oder eines gleichmäßigen Grundrauschens. Auf einem EEG beobachteten die Wissenschaftler dann die Gehirnaktivitäten der Probanden, während sie einfache Konzentrationsübungen an einem Bildschirm durchführen mussten.

Am besten die Lieblingsmusik hören

Es stellte sich heraus, dass die so genannten EEG-Kurve P3, die anzeigt, wie stark sich jemand für eine Aufgabe anstrengen muss, weniger stark ausschlug, wenn die Probanden ihre Lieblingsmusik hörten: Bei den Rock-Gitarristen war das Rock, bei den Streichern Klassik.

Dies deuten die Wissenschaftler dahin, dass nur der Musikgeschmack der entscheidende Faktor für die positive Wirkung der Musik auf ihre Konzentrationsfähigkeit ist. Bei unbewusst erlebten, kognitiven Prozessen spielte der Musikgeschmack allerdings keine Rolle. Eine Beethoven-Symphonie begünstigte bei allen Probanden eine andere mit unbewussten Vorgängen assoziierte Kurve des EEGs.