Kognitive Leistung:Schneller denken

Frauen können optimal denken, wenn die Zimmertemperatur über 24 Grad Celsius liegt. Männer brauchen es etwas kühler, um beste Leistungen zu bringen. Sollte man diese Unterschiede im Arbeitsleben berücksichtigen?

Die meisten Frauen fühlen sich bei höheren Raumtemperaturen wohl, während es Männer lieber etwas kühler haben. Dieser Unterschied zwischen den Geschlechtern wirkt sich auch unterschiedlich auf bestimmte Denkleistungen aus, wie jetzt ein deutsch-amerikanisches Forscherteam berichtet. In ihrer Studie erreichten Frauen bei Rechenaufgaben und Wortbildungstests die besten Ergebnisse, wenn die Zimmertemperatur bei mehr als 24 Grad lag. Männer dagegen erzielten ihre optimale Leistung bei niedrigeren Temperaturen. Das sollte in zukünftigen Untersuchungen bei den Testbedingungen berücksichtigt werden, wenn es darum geht, kognitive Fähigkeiten männlicher und weiblicher Probanden zu ermitteln, fordern die Wissenschaftler im Fachblatt Plos one. Um zu prüfen, wie die Umgebungstemperatur Denkleistungen von Männern und Frauen beeinflusst, bereiteten die Wissenschaftler Versuchsräume vor, in denen jeweils unterschiedliche Temperaturen zwischen 16 und 32,6 Grad Celsius eingestellt waren. In Gruppen von jeweils 24 Personen nahmen insgesamt 542 Berliner Studenten und Studentinnen als Testpersonen teil. Eine Aufgabe bestand darin, innerhalb von fünf Minuten jeweils fünf zweistellige Zahlen im Kopf zu addieren. Eine andere, fünf Minuten lang aus zehn vorgegebenen Buchstaben möglichst viele deutsche Wörter zu bilden. Die Forscher schließen aus ihrer Studie, dass bereits normale Variationen der Raumtemperatur die kognitiven Leistungen beeinflussen - und zwar bei Männern anders als bei Frauen.

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