Im Sommer 2019 steht Tina Dura in Gummistiefeln im Schwemmland auf der Insel Sitkinak im Nordwesten Alaskas. Ein Wasserflugzeug hat sie und drei Kollegen hierher gebracht. Die US-Geologin von der staatlichen technischen Universität Virginia Tech in Blacksburg greift sich einen Stahlstab, an dessen Ende ein fünf Zentimeter langer, halboffener Zylinder befestigt ist. Diesen sticht sie in den Schlick wie in Plätzchenteig und zieht eine Sedimentprobe heraus. In dieser sucht Dura nach einer Antwort auf die Frage, wie ernsthaft Los Angeles bedroht ist. Genauer: Mit welcher Wucht in Zukunft Tsunamis über die Häfen der Metropole hereinbrechen werden.
GeowissenschaftenVom Klimawandel geweckt
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Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis galten lange als Naturkatastrophen, die der Mensch nicht beeinflussen kann. Geologen haben diese Sichtweise inzwischen widerlegt.
