Die Masse aus Geröll und Schlamm hatte sich bis vor die Eingangstüren einiger Hütten geschoben. Der Fluss, blockiert vom Durcheinander aus Gestein, schwoll über die Ufer und überschwemmte die Straßen des Dorfes. 6600 Menschen mussten im Oktober fliehen, als ein Gletscher im Autonomem Gebiet Tibet zusammengebrochen war und eine Lawine aus Eis und Schutt in den Oberlauf des Brahmaputra in Westchina gespült hatte. Zwei Monate zuvor war ein Gletschersee in der Nähe gebrochen. 35 Millionen Kubikmeter Wasser waren in das Strombecken des Yarkant Flusses in der westchinesischen Provinz Xinjiang geströmt, Menschen mussten evakuiert werden.
Klimawandel:Ein Land vertrocknet
Der Tianshan Gletscher Nr. 1 in der chinesischen Provinz Xinjiang verliert mehr als 10 000 Quadratmeter Fläche pro Jahr.
(Foto: Tie Gai / Greenpeace)- In den chinesischen Hochgebirgsregionen schmelzen die Gletscher schneller ab als befürchtet.
- Die Gletscher dienen als Wasserspeicher für Millionen Menschen.
- Dabei leidet das Land schon heute unter Wassermangel.
Von Lea Deuber
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