Klimawandel Gefahr für Yellowstone

US-Wissenschaftler warnen: Die Waldbrandgefahr im Nationalpark Yellowstone steigt aufgrund des Klimawandels drastisch. Noch im 21. Jahrhundert könnten die Wälder zum Teil verschwinden.

Von Christoph Behrens

Der Klimawandel führt dazu, dass die Waldbrandgefahr im amerikanischen Nationalpark Yellowstone derzeit drastisch steigt. "Die Wälder dort könnten im 21. Jahrhundert zum Teil verschwinden", schreiben Wissenschaftler um Anthony Westerling von der University of California im Fachblatt PNAS (online).

Ein Waldbrand im Yellowstone County. Häufigere und stärkere Feuer sind eine Folge des Klimawandels.

(Foto: AP)

Für die Simulation benutzten sie drei aktuelle Modelle des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Demnach kommt es künftig etwa alle 30 Jahre zu großen Waldbränden, statt wie bisher alle 100 bis 300 Jahre.

Zugleich würden die Flammen auch größere Flächen der Region verwüsten. Jahre ohne große Brände waren bisher die Regel, von 2050 an kämen solche Jahre fast gar nicht mehr vor, befürchten die Wissenschaftler.

Wir nähern uns einer Schwelle, ab der die Feuer das Ökosystem qualitativ verändern könnten", schreiben die Forscher, wobei allerdings die Vorhersagen ab der Mitte des Jahrhunderts ungenau seien.

Denn wenn der Natur gar keine Zeit mehr zur Erholung bleibt, könnte ab 2050 ein Rückkopplungseffekt wirken: Es wäre womöglich einfach nicht mehr genug Holz da, das verbrennen könnte.

"Die Erderwärmung könnte den Rhythmus der Waldbrände komplett aushebeln, mit tiefgreifenden Auswirkungen auf viele Arten und das Ökosystem, Wasservorkommen und die Speicherung von Kohlendioxid", fasst Westerling zusammen.