Klimawandel Forscher rechnen mit mehr Hitzeopfern in Großstädten

Große Städte müssen in Zukunft mit häufigeren Hitzewellen rechnen, warnen Klimaforscher. Das könnte zur tödlichen Gefahr vor allem für ältere Bewohner werden.

Von Christopher Schrader

Hitzewellen sind in New York City nichts Ungewöhnliches. Zwischen den Hochhäusern von Manhattan steht dann die heiße Luft, und Kinder verschaffen sich Abkühlung an Hydranten.

Die Hitze lässt aber auch die Zahl der Todesfälle steigen.

Forscher warnen daher seit Langem, dass die im Rahmen des Klimawandels erwarteten häufigeren Hitzewellen zur tödlichen Gefahr vor allem für ältere Bewohner großer Städte werden könnten.

Forscher aus Peking und New York haben das Risiko jetzt anhand von 16 Klimasimulationen und zwei möglichen Entwicklungen der Treibhausgase exemplarisch für Manhattan berechnet - und es mit der vermutlich geringeren Zahl der Kältetoten im Winter verglichen (Nature Climate Change, online).

Als Basis nahmen die Wissenschaftler die 1980er-Jahre. Damals waren im Schnitt pro Jahr 369 Menschen in Manhattan an Hitze gestorben und 340 als Folge von Kälte.

Die Gesamtzahl der Todesfälle dürfte der Rechnung zufolge schon bis 2020 um fünf bis sechs Prozent höher liegen als in den 1980er-Jahren, 2080 sogar um 16 bis 31 Prozent.

In keiner der Kalkulationen sank die Zahl der Kältetoten schneller, als die Zahl der Hitzeopfer stieg.