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Klimaforschung:Europa könnte kälter werden

Handout of a still image showing the Gulf Stream around North America taken from Perpetual Ocean, a visualization of some of the world's surface ocean currents

Wirbel überall: Eine Visualisierung der Oberflächenströmungen im Ozean.

(Foto: Nasa/REUTERS)

Ohne Golfstrom wäre das Leben hierzulande wesentlich rauer. Wie wahrscheinlich ist so ein Szenario? Um das zu erkunden, forschen Ozeanologen in der Arktis.

Von Agnes Steinbauer

Ohne den Golfstrom wäre das Leben in Europa wesentlich rauer. Eisige Winter wären normal, in Deutschland wäre es um durchschnittlich zwei Grad Celsius kälter (zur Erinnerung: während der jüngsten Eiszeit waren es vier bis fünf Grad weniger als heute). Das Strömungssystem aus der Karibik gibt auf seinem Weg nach Norden enorme Mengen an Wärme an West- und Nordeuropa ab, verwandelt sich in den kalten Nordatlantikstrom, der in zwei Ästen zurück in die Tropen fließt, wo der Kreislauf neu beginnt. Wird das immer so weitergehen, wenn der Klimawandel die globalen Gleichgewichte neu balanciert? Immer wieder gibt es Hinweise darauf, dass der Golfstrom bereits an Kraft verliert. Könnte die Wärme, die der Klimawandel bislang nach Europa bringt, irgendwann in Kälte umschlagen?

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