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Klima-Szenarien:Wie werden unsere Enkel leben?

Versinkende Staaten, vertrocknete Länder: Ein Überblick über die Prognosen der Klimaforscher.

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Verkehr in San Franzisko

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Was droht der Erde, wenn die Klimabemühungen weiter stagnieren? Ein Überblick über die Prognosen der Klimaforscher.

Gegenwart: Nur 19 Prozent der US-amerikanischen Republikaner mit Collegeabschluss glauben Umfragen zufolge, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Bei den Demokraten sind es 75 Prozent.

2008 gaben Interessensgruppen vornehmlich aus der Öl- und Kohleindustrie rund 90 Millionen US-Dollar für Klimalobbying aus. Auf jeden US-Abgeordneten kamen vier Klimalobbyisten.

(Quelle: Al Gore: "Wir haben die Wahl", Riemann Verlag 2009)

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Kind auf einer Müllhalde

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2015: Stürmen, Überflutungen, Bränden und Dürren könnten allein 375 Millionen Kinder zum Opfer fallen - mehr als doppelt so viele wie heute.

(Quelle: Unicef Deutschland)

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Kilimandscharo

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Zwischen 2022 und 2033 könnte der seit 12.000 Jahren existierende Gletscher am Kilimandscharo komplett weggeschmolzen sein.

(Quelle: Messungen der Ohio State University)

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Überschwemmtes Wohngebiet in Mexiko

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2030: Die Tage, an denen es schneit, könnten um 20 Prozent zurückgehen. In den darauffolgenden 20 Jahren sogar um die Hälfte. Damit steht der Wintersporttourismus in den Bergregionen vor dem Ruin. Und das ist eine vergleichsweise harmlose Folge.

Im gleichen Jahr könnten 660 Millionen Menschen -vor allem in den ärmeren Regionen der Erde - existenziell von den Folgen des Klimawandels betroffen sein, etwa weil sie ihre Häuser durch Unwetter verlieren oder weil sie unter Wasserknappheit, Hunger oder zunehmenden Krankheiten leiden.

(Quellen: Modellrechnung der RWTH Aachen und Global Humanitarian Forum)

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Schmelzendes Eis

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2030 bis 2040: Der Nordpol könnte in den Sommermonaten komplett eisfrei sein.

(Quelle: Studie der Universität Cambridge)

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Sturmflut

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2050: Das Abschmelzen der Polkappen könnte den Meeresspiegel um einen halben Meter steigen lassen. Die Küstenregionen, darunter 136 Millionenstädte, würden von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht werden.

(Quelle: Gemeinsame Studie des Versicherungskonzerns Allianz und des WWF)

Waldbrand

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2080: Die weltweite Durchschnittstemperatur könnte um mehr als fünf Grad gestiegen sein und Europa sein Gesicht komplett verändern. Deutschland und seinen Nachbarstaaten drohen massive Überschwemmungen an den Küsten und großen Flüssen. Südeuropa würde unter Trockenheit und Hitze leiden. Die Tourismusgebiete würden sich mehr gegen Norden verlagern. Für die Beseitigung der Klimaschäden kämen jährlich 65 Milliarden Euro auf Europa zu.

(Quelle: Studie der EU)

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Malediven: Kabinett tagt unter Wasser

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2100: Der Meeresspiegel könnte um gut einen Meter angestiegen sein. Millionen Menschen wären von Überschwemmungen und Landverlust bedroht. Ganze Inseln würden untergehen.

Mit den Malediven beispielsweise würde ein ganzer Staat komplett im Meer versinken. Der Präsident des Landes macht schon heute mit spektakulären Aktionen wie einer Kabinettssitzung unter Wasser (Foto) auf die Bedrohung aufmerksam. Vorsorglich sucht er bereits eine neue Heimat für seine 385.000 Landsleute.

Zugleich könnte bis Ende des Jahrhunderts die Temperatur um sieben Grad angestiegen sein. Damit würde beispielsweise die Landwirtschaften in den wärmeren Länder existenzbedrohend eingeschränkt.

(Quelle: "Kopenhagen Diagnose", eine Bestandsaufnahme von 26 führenden Klimaforschern)

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CO2-Ausstoß

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3009: Von dem Kohlendioxid, das die Welt im Jahr 2009 in die Atmosphäre bläst, werden in tausend Jahren noch 20 Prozent dort sein.

(Quelle: Al Gore: "Wir haben die Wahl", Riemann Verlag 2009)

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Atmopshäre

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In 50.000 Jahren: Wie unser Welt dann aussieht, wagt heute niemand genau vorherzusagen. Als sicher gilt, dass das Treibhausgas Tetrafluormethan, das heute von der Industrie in die Atmosphäre entlassen wird, dort noch immer von der Lebensweise des 21. Jahrhunderts künden wird.

(Quelle: Al Gore: "Wir haben die Wahl", Riemann Verlag 2009)

Foto: AFP

(sueddeutsche.de/beu/joku)

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