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Klima - Mainz:Protesttag: "Fridays for Future" ruft zu Beteiligung auf

Mainz (dpa/lrs) - Die Initiativgruppe von "Fridays for Future" in Mainz hat zu einer breiten Beteiligung an bundesweiten Protesten für den Klimaschutz am 20. September aufgerufen. "Wir müssen als außerparlamentarische Bewegung den Druck verstärken", sagte Vincent Lohmann am Montag in Mainz. Im September will das sogenannte Klimakabinett der Bundesregierung über Maßnahmen entscheiden, damit Deutschland nationale und international verpflichtende Klimaziele einhalten kann.

Es sei zu befürchten, dass an diesem Tag keine wirksamen Beschlüsse getroffen würden, sagte der Geschäftsführer der Kapitalanlage-Firma Wiwin, Matthias Willenbacher. Er rufe alle anderen Unternehmen auf, sich an dem Protesttag zu beteiligen. Er werde an diesem Tag mit 40 Mitarbeitern auf der Straße sein. "Das muss in allen Betrieben ein Thema werden", sagte Edith Heller von der Gruppe "Workers for Future".

Von dem Begriff "Generalstreik" habe sich die Schülerbewegung inzwischen verabschiedet, um den Gewerkschaften die Mitwirkung leichter zu machen, erklärte Lohmann. So gebe es auch viele Möglichkeiten einer Beteiligung wie eine "verlängerte Mittagspause".

Bereits am Mittwoch nächster Woche will "Fridays for Future" die Beratungen des Mainzer Stadtrats über die Ausrufung eines Klimanotstands mit einer Kundgebung und einem "Die-In", also einem symbolischen Sterben, auf dem Marktplatz begleiten. Als Beispiel für konkrete Maßnahmen zum Klimanotstand nannte Lohmann die Sperrung der gesamten Innenstadt für den Autoverkehr.