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Klima:Der Golfstrom ist so schwach wie seit 1600 Jahren nicht mehr

Handout of a still image showing the Gulf Stream around North America taken from Perpetual Ocean, a visualization of some of the world's surface ocean currents

Wirbel überall: Eine Visualisierung der Oberflächenströmungen im Ozean.

(Foto: Nasa/REUTERS)

Wissenschaftler sind unsicher, ob dahinter der Klimawandel steckt. Klar ist: Ein weiteres Erlahmen der Umwälzströmung hätte gravierende Folgen.

Von Benjamin von Brackel

Seit vier Jahrzehnten heizt sich die Welt immer stärker auf. An einem Ort aber passiert genau das Gegenteil: im Nordatlantik. Statt sich zu erhitzen, kühlt die Region ab. Dass das passiert, ist kein Zufall, meinen manche Wissenschaftler. Sie erklären das mit einer Abschwächung der Atlantischen Meridionalen Umwälzströmung (AMOC), zu der auch der Golfstrom gehört. Diese lenkt warme Salzwassermassen aus den Tropen in den Nordatlantik, wo sie in die Tiefe sinken; von dort fließt kaltes, salzarmes Wasser zurück in den Süden. Weil aber die Eismassen Grönlands abschmelzen und es in der Region mehr regnet, dringt nun massenhaft Süßwasser ins System, das leichter ist als Salzwasser und deshalb schlechter herabsinken kann. Damit gerät die große Umwälzpumpe ins Stottern. Die Folge: Der Nordatlantik kühlt sich ab.

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