bedeckt München

Klima - Groitzsch:Klimaaktivisten und Pödelwitzer feiern Fest gegen Kohleabbau

Pödelwitz (dpa/sn) - Gemeinsam gegen den Braunkohleabbau: Während des zweiten Klimacamps in Pödelwitz (Landkreis Leipzig) haben am Sonntag etwa 750 Menschen ein Dorffest gefeiert. Etwa 100 Gäste seien aus der Region angereist, sagte Nina Beck, Sprecherin des Camps. Das Dorffest sei ein Höhepunkt des Treffens, das am Samstag begann. Etwa 650 Interessierte hätten bis zum Sonntag am Umweltkongress teilgenommen, so die Veranstalter.

Pödelwitz (dpa/sn) - Gemeinsam gegen den Braunkohleabbau: Während des zweiten Klimacamps in Pödelwitz (Landkreis Leipzig) haben am Sonntag etwa 750 Menschen ein Dorffest gefeiert. Etwa 100 Gäste seien aus der Region angereist, sagte Nina Beck, Sprecherin des Camps. Das Dorffest sei ein Höhepunkt des Treffens, das am Samstag begann. Etwa 650 Interessierte hätten bis zum Sonntag am Umweltkongress teilgenommen, so die Veranstalter.

Bis zum 12. August wollen Umweltaktivisten in Pödelwitz Konzepte für eine ökologisch gerechte Gesellschaft entwickeln. Insgesamt rechneten die Veranstalter mit mehr als 1000 Teilnehmern am Camp. Sie kämen aus ganz Deutschland, Frankreich, Spanien sowie Lateinamerika. Mehr als 100 Workshops und Diskussionen seien geplant. Zeitgleich zum Klimacamp gibt es auch eine Sommerschule zum Thema "Degrowth" (Postwachstum), die am Sonntag begann.

Neben dem Dorffest soll eine "bunte Tanzdemo" am kommenden Samstag einen weiteren Höhepunkt bilden, so Beck. Der Protestzug sei vom Bahnhof Neukieritzsch bis zum Braunkohlekraftwerk Lippendorf geplant.

Das Klimacamp findet nicht ohne Grund in Pödelwitz bei Leipzig statt: Das 700 Jahre alte Dorf soll der Kohle weichen und von der Landkarte verschwinden. Dagegen regt sich schon seit langem Protest. Die Pläne, das Dorf abzubaggern, würden mit Blick auf den angekündigten Ausstieg der Stadt Leipzig aus der Fernwärme "immer absurder", sagte Jens Hausner von der Initiative "Alle Dörfer bleiben!". "Ein sofortiger Kohleausstieg ist notwendig, um drohende globale Klimafolgen einzudämmen", sagte Beck. Gleichzeitig sei betonte sie, dass der Strukturwandel nicht zu Lasten der Beschäftigten und der Menschen in der Region gehen dürfe.

Zur SZ-Startseite