Intellektuelle Bescheidenheit:„Leute, es ist auch okay, wenn ihr mal sagt: Ich weiß es nicht“

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„Ich habe recht.“ – „Nein, ich!“ (Foto: imago stock&people/Ikon Images)

Sich Fehler eingestehen, Kritik annehmen, offen für andere Meinungen sein – das könnte viele Debatten verbessern. Aber wie kann man das lernen? Ein Gespräch mit der Psychologin Larissa Knöchelmann.

Interview von Leander Steinkopf

Die Gegenwart, so drängt sich gelegentlich der Eindruck auf, ist die Zeit der Bescheidwisser und der Rechthaber. Zu fast jedem Thema, besonders zu den heiklen, finden sich schrille Stimmen, die ihre Version der Wahrheit hinausbrüllen. Gibt es Mittel dagegen? Durch die Psychologie geistert gerade das Konzept der „intellektuellen Bescheidenheit“: die Bereitschaft, sich eigene Fehler und Unzulänglichkeiten einzugestehen, offen auf neue Ideen und Sichtweisen zu reagieren sowie Kritik ernst zu nehmen, statt sie abzuwehren. Aber kann damit wirklich politische Polarisierung überwunden werden? Fragen an Larissa Knöchelmann, die am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg forscht.

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