Ig-NobelpreiseBriefmarken gegen Impotenz

In den USA wurden die Ig-Nobelpreise für "unwürdige" Forschung vergeben. Etwa für die Fragen, wie gesund Kannibalen leben und ob Briefmarken bei der Behandlung von Erektionsstörungen helfen.

Von Christoph von Eichhorn

Zehn Billionen Dollar Preisgeld: Welche Forscherin träumt nicht davon, mit derartigem Reichtum für ihre Mühen belohnt zu werden? Bei der Verleihung der "Ig Nobelpreise" haben am Donnerstagabend in Harvard zehn Wissenschaftlerteams diese Summe erhalten - allerdings handelt es sich dabei um Zimbabwe Dollar. Die Währung ist heute nicht mehr in Gebrauch, durch Hyperinflation war sie praktisch wertlos geworden.

Auch sonst nehmen sich die "Ig Nobelpreise" nicht sonderlich ernst. "Ig-Nobel" ist ein Wortspiel, das Adjektiv "ignoble" bedeutet so viel wie "unwürdig". Der Preis versteht sich als scherzhafte Auszeichnung für Forschung, die es üblicherweise nicht in die Schlagzeilen schafft - überreicht wird er aber jedes Jahr von echten Nobelpreisträgern im noblen Sanders Theatre der Harvard Universität. Die Zeremonie ist geprägt von Sketchen und Unterbrechungen - die Zuschauer werfen beispielsweise Papierflieger auf die Bühne.

Bild: REUTERS 14. September 2018, 01:002018-09-14 01:00:36 © SZ.de/cvei/hach/mane